2. Februar 2012

Die eindeutige Klarheit schien ihn durch ein gleißendes Licht zu verblenden, denn das Gesicht der Stille sollte sie mit schnellen und heftigen Schritten erschüttern – Diese verklärte Schwäche sollte für sie eine zugetragene Lüge sein. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Seitlicher Blick

17. Januar 2012

Vertrautheit des Abends, der die Nacht einläutet; mit schrillen Klängen des Bekannten.

Nichts kann gegen die Stimme der Stunde ankommen, bis auf ein Blick  in die Lücke, die sich immer langsamer zu schließen scheint.

Gesponnenes Licht aus Goldfäden stechen in den Raum. Blendende Schönheit.

Seitlich geleitet ist der Blick; angelockt von einer ignoranten Dunkelheit, die das Licht mit schnellen Bissen verschluckt.

Im Theater

5. Dezember 2011

“Vergebener Platz, in der Ecke, zweite Reihe, links!  Entschuldigen Sie mein Herr, es gibt nicht vieles, dass ich ihnen sonst bieten könnte – nur einen Weg ins Äußere des Gebäudes. Ein fremder Korpus, aber doch recht nett anzusehen und zu betrachten. Also was darf es sein? Der Korpus, oder gar doch der Platz?”

Ein Herr: “Der Platz? Vielen Dank, aber ist nun dies ein nutzbarer Teil? Ein sinniges Unterfangen?”

“Allerdings, allerdings. Die Sucht alles zu verkomplizieren ist da, doch zu welchem Nutzen? Geboten ist ein Platz, recht hübsch und an schöner Stelle. Bei doch zu großer Scheu: Der Korpus; kolossal in seiner Erscheinung.”

Ein Herr unsicher: “Aber wird ein schon eingenommener Stuhl nicht zum Hindernis des Unterfangens?”

“Nur, wenn er zum Hindernis gemacht wird. Wollen sie sich die gesamte Zeit den Kopf zerbrechen, in der Angst eine ungenügsame Entscheidung zu treffen?”

Ein Herr aufgebracht: ” Gewiss nicht! Doch erscheint mir beides nicht als passend: So oder so, es wird sich nichts für mich finden lassen, das als angemessen gelten kann!”

“Sei es ihr Wunsch, der eines anderen, oder der meine: Verbleibend ist ein Wunsch; und recht dumm ist es doch die Andersartigkeit einer Gelegenheit an sich vorüberziehen zu lassen; in der Erwartung eines Besseren. Und schlussendlich bleibt doch nur das Stillstehen, das Warten und das Nichtstun.”

3. November 2011

Verhaltene Schritte des Versteckten. Zerbrechende Fassade des Scheins.

Das Bild, das in 1000 Stücke zerschellte zeigt nun das Gute. In Scherben gehend.

Das Sein im Gleichschritt mit der Welt. Gehetzt, humpelnd.

Vorbeiziehende Gestalten. Schnell genug um die Scherben zu ignorieren.

Langsamkeit hat somit nur eine Folge: Die Fähigkeit zu Sehen und empfänglich zu sein.

Die entstehende schmerzhafte Konsequenz: Mehr Sein als Schein.

20. Oktober 2011

Gebo(r)gener Blick

16. Oktober 2011

Verschlagene Worte in dem Licht der Zeit, die den Boden nicht kräftigt, nicht verstärkt, nicht berührt.

Getriebene Wege, die den Moment in der Entstehung seiner Stunde  nicht würdigen und nicht verstehen.

Das stehende Diesseits – Betrachtet wird nun die Welt aus dem Blick des Geschehenen….

Belassene Stärke, die Kraft gefordert hätte.

29. September 2011

Vertrauen ist leichter als zu verstehen.

Verstehen kann man nur eigenverantwortlich.

29. September 2011

Das schönste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.

-Mark Twain-

Glanz der Stille

21. September 2011

Verbleibend, ein Glanz in der Stille des bereiteten Unglücks. Vergilbtes Licht der Situation. Mit einem staccatoartigen Ziehen: nicht bereichernd, nicht umspielend, sondern frontal stechend.

Momentaufnahme

20. September 2011

 

Offenbart, gesehen und gefühlt: Die Grenzen des Seins.

Blockiert, gezogen, gehalten: Der Kampf der Ewigkeit.

Eine Momentaufnahme.

Sekunden, starr: Nur Ich.

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